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Mit Ökologischer Konsequenz

Denn Bio kann mehr...

Der Qualitätsbegriff in Sachen Lebensmittel muss heute erweitert gedacht werden, denn er geht über die Konsistenz oder die Lochung eines Käseteiges hinaus. Qualität bedeutet auch gesundheitliche Qualität und sogar noch weiter: Lebensqualität. Die gehört, denkt man den Produktionsprozess konsequent zu Ende, heute ebenfalls untrennbar mit zur Produktqualität.

Sicherheits-Standards

Ökologische Konsequenz ist eine Tugend, die sich – gerade vor dem Hintergrund der Trendmäßigkeit des Bio- oder Öko-Gedankens – viele auf die Fahne schreiben. Und gewiss schwirren viele Konzepte durch die bunte Marketingwelt, die sich mit der Nähe zu Bio brüsten. Bei Lichte betrachtet handelt es sich bei den wenigsten um gelebte und vor allem nachvollziehbare Qualitätssicherungsprogramme, die den Aspekt der ökologischen Erzeugung zentral aufgenommen und umgesetzt haben. Unserer Meinung nach glaubwürdig sind hier nur die Erzeugung nach der EU-Öko-Verordnung und darüber hinaus der ökologischen Anbauverbände (Bioland, Biokreis, Demeter, Naturland und Gäa) die innerhalb ihrer langen Erfahrung ökologische Standards gesetzt haben, die das in sie gesetzte Verbrauchervertrauen auch tatsächlich rechtfertigen.

Transparenz

Auch wenn sich unser Markenname ÖMA erst auf den zweiten Blick erklärt, sind wir auf das ‘‘Ö‘‘ in unserem Namen ganz besonders stolz. Molkereien sind zahlreich im Allgäu, wir sind einzigartig. Unser ‘‘Ö‘‘ verpflichtet uns, genau darauf zu achten, welcher Bauer uns die Milch liefert, wie seine Tiere gefüttert werden und wie sie aufgestallt sind und wie unsere Käser die frische Milch verarbeiten. Bio ist für uns nicht nur ein gesetzlich geregelter Standard, sondern gelebte Philosophie. Wir kennen unsere Bauern und Käser und zum Teil sogar die Kühe persönlich. Und wir wissen, dass wir uns auf alle verlassen können. Und auch wenn unsere Bauern aus Überzeugung handeln, lassen wir es uns nicht nehmen, die ökologische Produktion zu kontrollieren. Wesentlich ist hier für uns die Haltung und Fütterung der Tiere, insbesondere der Weidegang und die Fütterung mit hofeigenem Futter. Der Verzicht auf synthetische Düngemittel bei der Futtererzeugung bedarf beinahe der Erwähnung nicht mehr.

Für Käser ist die Milchqualität entscheidend. Diese wiederum hängt maßgeblich mit der Fütterung zusammen. Deshalb verarbeiten wir bevorzugt Milch, deren Erzeugerinnen nur mit Gras und Heu gefüttert wurden. Diese Milch lässt sich am besten zu Qualitätskäsespezialitäten verarbeiten. Außerdem ist die Fütterung wesentlich für die Inhaltsstoffe in der Milch. So wirkt sich Weidegang und ein hoher Anteil an Grundfutter ausgesprochen positiv auf den Anteil an z.B. OMEGA 3 Fettsäuren aus.

Unsere Käser verarbeiten die frische Milch ohne den Einsatz unnötiger Zusatzstoffe, eben nur mit dem was zur Käseherstellung wirklich gehört: Milch, Lab und Salz. Und auch da schauen wir regelmäßig und sehr genau bei der Arbeit zu. Nicht nur die Milcherzeugung, auch die Weiterverarbeitung zu Käse erfolgt nach strengen ökologischen Richtlinien und ohne den Einsatz von Zusatzstoffen. Alle Bestandteile unserer Produkte stammen aus ökologischer Erzeugung. Wir verzichten auf den Einsatz von Verarbeitungshilfen wie antibiotischen Reifesteurern oder Schimmelhemmern. Das macht die Produktion zwar aufwendiger und anspruchsvoller, aber diesen Ergeiz haben wir: In jeder Hinsicht qualitativ hochwertige Produkte herzustellen.

Gute handwerkliche Praxis

Der Begriff der „Guten handwerklichen Praxis“ taucht immer wieder als feststehende Wendung in den Texten der Verordnungen der europäischen Richtlinien zur Lebensmittelherstellung auf. Wir haben uns diese Wendung zueigen gemacht und sie mit Leben gefüllt.

Der Verzicht des Einsatzes aller Zusatzstoffe bringt eine enorme handwerkliche Herausforderung bei der Herstellung von Lebensmitteln mit sich. Die Produktion wird schwieriger steuerbar, die Produktionsrisiken – vor allem bei der Ausreifung der Käse – steigen deutlich gegenüber der konventionellen Produktion. Unsere Käse sind nun einmal ausgesprochen lebendige Zeitgenossen und erhalten ihren speziellen Charakter durch organische Prozesse.

Konsequenz ist Konsequenz ist Konsequenz

Würde unsere Sorgfalt bei der Produktion enden wären wir unserem Grundsatz der Konsequenz untreu. Um nur einige Schlagworte zu nennen dehnt sich unser Verständnis von Nachhaltigkeit auch auf das Produktionsumfeld aus. Steigerung der Energieeffizienz und Einkauf bei Ökostromanbietern sind Selbstverständlichkeiten. Die Materialauswahl bei der Verpackungsgestaltung berücksichtigt den Umweltaspekt. Doch auch da ist nicht Schluss. Nachhaltiges Handeln endet nicht bei der Warenqualität. Ohne ideologische Verbrämung bedeutet „Leben im Einklang mit der Natur“ nichts „müslimäßiges“. Diesem Image sind wir mit unserer Branche lange entwachsen, ohne dabei außer acht zu lassen, dass sich auch eine soziale Verantwortung aus nachhaltigem Handeln ergibt. Da geht unser Handeln eben weit über den Verzicht auf Spritzmittel (und darauf wird Öko ja oft reduziert) hinaus. Der Geist der Gründergeneration ist immer noch vorhanden, ohne Birkenstöcker zwar und bestimmt pragmatischer, aber er ist da. Nicht, weil wir glauben die Welt retten zu können, sondern weil wir gelernt haben, dass Nachhaltigkeit sinnvoll und ohne Alternative ist. Sinnvoll für Mensch, Tier und Natur. Und genauso wissen Sie als Verbraucher, dass es der Gesundheit zuträglich ist, auf jedes weitere Gramm (vor allem wenn es ohne Not vermeidbar ist) an Zusatzstoffen, an antibiotischen Reifehilfen, an Konservierungsstoffen zu verzichten. Und weil es sich oft um ganz einfache Selbstverständlichkeiten handelt, haben wir auch kein Problem damit, unser ganzes Handeln danach zu gestalten. Und wir sind bereit, dafür zu streiten und zu überzeugen. Das beste Argument für unsere Herstellungsalternative ist aber einfach ein Blick in die industrielle Lebensmittelproduktion.

Ohne Gentechnik

Das Thema Gentechnik ist für uns ein besonderes Thema und es liegt uns besonders am Herzen, beziehungsweise besonders schwer im Magen. Und das wieder nicht, weil wir uns berufen fühlen, die Welt zu retten (das wäre ein netter Nebeneffekt), sondern schlicht weil der Einsatz grüner Gentechnik für uns bestandsbedrohend ist. Ökologische Erzeugung ist ihrem Selbstverständnis nach untrennbar an verschiedene Grundvoraussetzungen gebunden. Eine davon ist mit Sicherheit die Gentechnikfreiheit. Ökologische Landwirtschaft ist in Ihrem Wesen nicht mehr ökologisch, wenn das angebaute Saatgut gentechnisch verändert ist. Die Ökologischen Molkereien Allgäu und mit uns die gesamte ökologische Lebensmittelherstellung wären der Existenzgrundlage beraubt, wenn unsere Landwirte nicht mehr (sei es durch Verunreinigung oder sonstige Möglichkeiten der Einschleppung von veränderten Organismen) gentechnikfrei anbauen könnten. Wir brauchen Wahlfreiheit und Vielfalt. Ökologie – und das gilt auch hier – ist mehr als der Verzicht auf synthetischen Dünger. Es ist unmöglich gentechnisch verändertes Saatgut ökologisch anzubauen.

Welche Gründe auch immer relevant sind für die Entscheidung von mehr als 70 % aller Verbraucher gegen den Einsatz grüner Gentechnik - seien es moralische, religiöse, die Bewahrung der Vielfalt, etc. - der kleinste gemeinsame Nenner in der Bevölkerung ist eine tiefe Verunsicherung der Verbraucher gegenüber einer Risikotechnologie, die nicht hinreichend abzusichern ist. Diese Unsicherheit, gekoppelt mit dem Wissen um die Unumkehrbarkeit der Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen und der Binsenweisheit, dass der Flug der Biene und der Wind nun mal nicht mit Rechtsvorschriften zu kontrollieren sind, lassen Sie völlig zurecht ablehnen.

Volkswirtschaftlicher Schildbürgerstreich

Politisches Kalkül ist etwas, was wir Ihnen auf einer Genießerseite nur ungerne zumuten. Einige klärende Worte zum Themenbereich Gentechnik und Arbeitsplätze nehmen wir uns aber heraus und hoffen, Sie verzeihen uns dieses kleine Intermezzo.

Der fadenscheinigen Argumentation der Befürworter grüner Gentechnik sie schaffe Arbeitsplätze und man dürfe den Anschluss nicht verpassen und vor allem und überhaupt seien die ewig gestrigen die Modernisierungsskeptiker und Bremser, können wir nur entgegenhalten, dass die grüne Gentechnik von allen relevanten Herstellern von GVO Produkten ausdrücklich als Rationalisierungstechnologie gepriesen wird. Das bedeutet, dass zwar einige wenige Forschungsarbeitsplätze erhalten bleiben, mittelfristig aber eine wesentlich größere Zahl an Arbeitsplätzen in zunehmend industrialisierter Erzeugung wegfallen wird.

Arbeitsplatzsicherung

Die Öko-Branche ist – so schätzt die Bundesregierung selber – in den vergangenen 15 Jahren jährlich um durchschnittlich 8 % gewachsen. Eine Zahl, die von der Leistungskraft der Branche und einem sich verändernden Kundenverhalten zeugt. Der Großteil der in der Branche tätigen Unternehmen zählt zum Mittelstand und ist damit der immer wieder beschworene Motor einer Wachstumsentwicklung. Aktuell stellt die Bio-Branche insgesamt knapp 170.000 Arbeitsplätze zur Verfügung und jährlich kommen nach Schätzungen der Branchenverbände ca. 20.000 dazu. Diese Entwicklung würde bei einer politischen Entscheidung zu grüner Gentechnik ohne Not und gegen jede Vernunft nicht nur gestoppt, sondern eine ganze Branche ersatzlos gestrichen.

Stolz

Schließlich und endlich geht es bei der Diskussion auch noch um eine Befindlichkeit, nämlich den Stolz. Unseren und den unserer Landwirte. Es geht darum, die unternehmerische Freiheit der Erzeuger zu sichern. Es geht darum sicherzustellen, dass wir weiterhin das tun können, was wir seit Generationen tun. Nämlich frei zu entscheiden was welcher Landwirt anbaut, nachzuzüchten und die Kulturenvielfalt zu erhalten anstatt vertraglich auf den Anbau der wenigen von den Saatgutherstellern angebotenen Sorten festgelegt zu werden. Die zu erwartenden Abhängigkeiten der Bauern von den Saatgutherstellern, die nicht mehr über das Marken-, sondern das Patentrecht entstehen, zieht Monopolisierung nach sich. Eine Entwicklung die aus Verbrauchersicht nicht gewollt sein kann und zwangsläufig zu schwindender Sortenvielfalt im Getreideanbau führt. Und mit Stolz lesen wir im Welt-Agrarbericht, dass wir mit unserer Einstellung alles andere als altbacken sind. Bäuerliche Landwirtschaft ist die Versorgungsform der Zukunft. In dieser Hinsicht spricht der Bericht eine eindeutige Sprache.

 

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Ökologische Konsequenz

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