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Abendgemelk

Obwohl heute auf den meisten Milchviehbetrieben im Allgäu die Milch einmal täglich oder zweitägig abgeholt und von Abholung zu Abholunhg im Hoftank kühl gelagert wird, unterscheidet man Abend- und Morgengemelk. Dabei meint das Abendgemelk die Milchmenge, die der Bauer bei der abendlichen Stallzeit gemolken hat. Das Morgengemelk beziffert analog selbstverständlich die Milch aus der morgendlichen Melkzeit.

Almwirtschaft

Eine besondere Form der Milchviehhaltung ist die Almwirtschaft in den europäischen Hochgebirgen. Sie verdeutlicht welch enorme Bedeutung die Milchwirtschaft für diese Region hat. Jährlich, sobald es die Witterung zulässt, wird das Milchvieh auf die Alm getrieben. Dies ist der sogenannte „Almauftrieb“. Zunächst werden allerdings die weiter unten gelegenen Flächen beweidet. Später im Jahr wird das Vieh dann auch auf höher befindliche Flächen getrieben. Betreut werden die Herden in dieser Zeit von den Hirten und Sennern, die in den Almhütten leben. Die gemolkene Milch wird entweder dort oben direkt zu Käse verarbeitet oder aber ins Tal befördert. Beim Almabtriebs, häufig im September, werden die Herden dann wieder ins Tal getrieben.

Anbauverbände/EU-Bio-Siegel

Das EU Bio-Siegel regelt die Mindestanforderungen an ökologisch wirtschaftende Betriebe. Darüber hinaus gibt es aber viel Landwirte, die sich zu Anbauverbänden zusammengeschlossen haben. Diese Anbauverbände sind bereits vor der Einführung des Bio-Siegels gegründet worden. Ihre Richtlinien zu Erzeugung und Verarbeitung stellen wesentlich höhere Anforderungen.

Anbindestall

Im Gegensatz zum Laufstall sind Kühe in einem Anbindestall an einem Platz fixiert. Hier werden sie auch in der Regel gemolken und gefüttert.

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft(AbL)

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft ist, wie der Name schon sagt, eine bäuerliche Interessenvertretung, die für eine nachhaltige, sozial- und umweltverträgliche Landwirtschaft eintritt. In der AbL haben sich sowohl konventionell als auch ökologisch wirtschaftende Bauern und Bäuerinnen zusammengeschlossen. Zudem sind auch Menschen aus anderen Berufsgruppen, Verbraucher, Umwelt- oder Tierschützer aktiv um sich für den Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft einzusetzten.

Artgerechte Tierhaltung

Anders als in der industriellen Landwirtschaft ist die artgerechte Tierhaltung in der ökologischen Landwirtschaft nicht nur vorgeschieben, sondern auch wesentlicher Inhalt und Grundidee der Arbeit der Landwirte. Ausschlaggebend sind dabei nicht Arbeitsablauf und Wille des Menschen, sondern das arteigene Verhalten der Tiere. Niederschlag findet die artgerechte Haltung sowohl in der Aufstallung, als auch in der Fütterung und der medizinischen Versorgung im Stall. Ein weiterer wichtiger Punkt sind regelmäßiger Weidegang und ausreichende Bewegung der Tiere. Das gilt für Kühe, Schafe, Ziegen und Büffel im gleichen Maße.

Aufzucht von Wiederkäuern

Die Aufzucht eines Wiederkäuers wird an dieser Stelle exemplarisch an dem Beispiel eines Kuhkalbes erklärt. Die Aufzucht von Schafen und Ziegen verläuft allerdings sehr ähnlich.

Nach der Geburt muss ein Kalb möglichst innerhalb der ersten vier Lebensstunden mit dem Kolostrum(Biestmilch) der Mutter versorgt werden. Diese ist im Vergleich zur "normalen" Milch sehr reich an Eiweißen, namentlich den lebenswichtigen Immunglobulinen, die dem Kalb helfen eine passive Immunität zur Infektionsabwehr aufzubauen. Die sogenannte Biestmilchperiode dauert ca. 1 Woche. In dieser Zeit wird das Kalb ausschließlich von der Muttermilch ernährt(nicht mit Milchaustauschstoffen). Die Vormägen sind noch nicht funktionsfähig und die Verdauung findet nur im Labmagen und im Dünndarm statt. Auch wenn die Kälber es noch nicht verdauen können, wird schon in dieser frühen Phase Raufutter, z.B. Heu, zur freien Verfügung angeboten, um eine bessere Gewöhnung zu gewährleisten. In der Biestmilchphase werden Kälber vorzugsweise einzeln gehalten um optimale Hygienebedingungen zu gewährleisten.

Im Anschluss wird das Kalb nun weitere 7 bis 11 Wochen mit Milch getränkt. Parallel wird die Fütterung so abgestimmt, dass die Entwicklung zum Wiederkäuer und die Ausbildung der Vormägen stattfindet. Sind die Kälber schließlich von der Milch abgesetzt, wird in der Folgezeit ein durch gezielte Fütterung gleichmäßiges Wachstum angestrebt, das eine optimale Entwicklung der Milchkuh ermöglicht. Mit ca. 18-20 Monaten ist die Färse(Bezeichnung für ein weibliches Rind, das noch nicht gekalbt hat) dann körperlich so weit entwickelt, dass die erste Besamung vorgenommen werden kann. Abhänging von der Organisation des jeweiligen Milchviehbetriebes geschieht dies entweder durch den Bullen oder künstlich.

Ist die Besamung erfolgreich dauert es jetzt ca. 286 Tage(abhängig von der jeweiligen Rinderrasse) bis es zur Kalbung kommt. Sechs bis acht Wochen nach der Kalbung wird die Kuh dann wieder besamt. Hat sie aufgenommen, so wird sie in der Regel bis zwei Monate vor dem Kalben gemolken. Die letzten acht Wochen vor der Kalbung wird die Kuh trockengestellt und umgestallt in eine separate Gruppe. Während dieser Zeit wird die Kuh nicht mehr gemolken und ihr Stoffwechsel kann sich nun voll auf die bevorstehende Kalbung vorbereiten. Nach ca. 286 Tagen ist es dann wieder so weit...

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