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Mai 2016 | 240m Hecken pflanzen – ÖMAs Naturschutz-Projekt

240 Meter Hecke und eine kleine Allee für Vielfalt, Vögel, Vier- und Mehrbeiner: 180 gebietsheimische Heckenpflanzen und 15 Wildfruchtbäume pflanzten ÖMA Mitarbeiter gemeinsam mit Asylbewerbern und der Landwirtsfamilie Anfang Mai im Rahmen des ÖMA Naturschutz-Projektes auf dem Bioland-Hof Batzill in Fohren.

Kaum war der letzte Mehlbeerbaum gepflanzt öffnete der Himmel seine Schleusen und ein ausgiebiger Allgäuer Gewitterregen machte das Angießen der Pflanzen überflüssig. Für die diesjährige Pflanzaktion konnten wir eine kleine Gruppe Asylbewerber zur Mithilfe gewinnen. In Sichtweite des Hofes Batzill sind Flüchtlinge zumeist aus Syrien und Afghanistan untergebracht, von denen am Pflanztag ein kleiner Trupp hochmotiviert und mit vollem Einsatz bei der Sache war.

Innerhalb unserer grundsätzlichen Nachhaltigkeitsarbeit beschäftigen wir uns als Ökologische Molkereien Allgäu unter anderem mit den Auswirkungen der Milchwirtschaft auf die Natur. Im Zusammenwirken mit der Bioland-Naturschutzberatung entstand so 2013 das ÖMA Projekt „Naturschutz und Nachhaltigkeit in der Milcherzeugung“. Die Pflanzakionen sind Teil eines Maßnahmenpaketes, welches bisher für 11 Höfe einer Bioland-Milchliefergruppe im Kreis Ravensburg für jeden Betrieb individuell ausgearbeitet wurde.

Seit dem Projektstart wurden auf mittlerweile 8 Höfen Hecken und Schattenbäume gepflanzt, ein Krötentümpel wurde angelegt und eine große Zahl von Nisthilfen fanden ihre Plätze. Tieren und Pflanzen soll insgesamt wieder mehr Schutz- und Lebensraum ermöglicht werden. Und nach Meinung der beteiligten Landwirte ist das Projekt eine prima Möglichkeit zu sehen, welchen Beitrag zum Naturschutz ihre Arbeit auf den Höfen jetzt schon leistet und wie sich weitere, zu den Höfen passende, Maßnahmen in den Betriebsablauf integrieren lassen. Dazu gehören dauerhafte und mobile Randstreifen, die nur selten gemäht werden, genauso wie die extensive Nutzung von Kleinflächen oder die Weiterentwicklung von Waldrändern.

Im laufenden und in den kommenden Jahren sind weitere Schritte gemeinsam mit den Bauern geplant.